Sanierung des Hochbehälters Zellingen

15.05.2020 - Mitteilung des FWM

Im Rahmen von Umbauarbeiten im Hochbehälter Zellingen wird derzeit das Rohrleitungssystem ausgewechselt und die kleine Wasserkammer saniert.

Chlorung
Gemäß Anordnung des Gesundheitsamtes Main-Spessart muss das Wasser im Hochbehälter bis zum Ende der Bauzeit vorsorglich gechlort werden. Angeordnet ist eine Zielkonzentration von 0,2 mg/l an freiem Chlor. Das von FWM gelieferte Wasser entspricht dabei vollumfänglich den Vorgaben der Trinkwasserverordnung.

In den Gemeinden, die an das dem Hochbehälter nachgeordnete Versorgungssystem angeschlossen sind, ist unter Umständen ein geringer Chlorgehalt wahrnehmbar. Dies kann die Gemeinden Eisingen, Erlabrunn, Helmstadt / Holzkirchhausen, Hettstadt, Höchberg, Leinach, Neubrunn / Böttigheim, Uettingen, Kist und Waldbüttelbrunn / Roßbrunn / Mädelhofen betreffen.

Nach wie vor wird der Hochbehälter Zellingen über die behördliche Anordnung hinaus mindestens dreimal wöchentlich beprobt. Mikrobiologische Auffälligkeiten wurden nicht mehr verzeichnet.

Nach Abschluss der Bauarbeiten und Aufhebung der Anordnung durch das Gesundheitsamt muss die Chlorung über mehrere Monate langsam reduziert werden. Hintergrund: Durch die Chlorung wird die natürliche mikrobiologische Schutzschicht innerhalb des Rohrsystems zurückgefahren. Nur durch eine schrittweise Reduktion der Chlorkonzentration im Wasser kann sich diese sensible Schicht langsam regenerieren.

Baumaßnahmen
Bereits abgeschlossen ist die Betonsanierung der kleinen Wasserkammer (1.500 m3), die inzwischen wieder in Betrieb genommen wurde.

Darüber hinaus wurden Montagearbeiten im Bereich der Hydraulik und Elektrik im FWM-Rohrkeller sowie Estricharbeiten im Rohrkeller größtenteils fertiggestellt. Der Rohrschaden wurde behoben.

Aktuell finden Fliesenarbeiten im Rohrkeller und letzte hydraulische Arbeiten statt. Ausstehende Leistungen sind im Wesentlichen Abdichtungssanierungen am Gebäude, Stahlbauarbeiten sowie Arbeiten an der Fassade und im Außenbereich.


Der Abschluss aller Arbeiten inklusive der Außenanlagen ist 2020 vorgesehen. Der exakte Zeitpunkt ist aktuell insbesondere durch die gesamtgesellschaftliche Ausnahmesituation nicht benennbar.

 

Hinweise für Verbraucher

  • Grundsätzlich ist gechlortes Wasser gesundheitlich unbedenklich.
  • Die Chlorung ist ein amtlich zugelassenes Verfahren zur Desinfektion von Trinkwasser. Bei Konzentrationen von 0,1 bis 0,3 mg Chlor/Liter Wasser ist mit keinen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit zu rechnen.
  • Schwangere und Säuglinge können bei einer länger andauernden Chlorung auf Mineralwasser umsteigen, um eine gesundheitliche Beeinträchtigung völlig auszuschließen.
  • Kaffee und Tee kann mit gechlortem Wasser gekocht werden, allerdings ist der Chlorgeruch bei warmem Wasser eher wahrnehmbar und der Geschmack der Getränke kann verändert sein.
  • Tiere können das gechlorte Wasser unbedenklich trinken.
  • Für Fische ist Chlor auch in geringen Konzentrationen schädlich. Daran müssen nicht nur Besitzer von Aquarien, sondern auch von Fischteichen denken.

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